Bauteile selber ausdrucken – 3D Druck erhält Einzug in die Industrie

3D Druck ist nicht nur eine schöne Spielerei für zu Hause, sondern auch die Industrie setzt mehr und mehr auf das fortschrittliche Verfahren. Der Begriff Industrie 4.0 wird zu einem großen Teil durch die 3D-Druck Technologie ausgemacht.

Was genau ist 3D-Druck?

Unter dem Begriff 3D-Druck hält Einzug in der Industrie. Immer mehr Teile lassen sich durch das Druckverfahren herstellen. Seien es kleine Prototypen oder auch die Produktion in Serie. Der Begriff umfasst dabei alle Fertigungsmethoden, bei denen dreidimensionale Teile aus formlosen Ausgangsmaterial produziert werden. Anfangs wurden Teile nur aus Kunststoff gefertigt. Heutzutage gibt es jedoch eine Vielzahl von Materialien, welche zum Einsatz kommen. Von Edelmetallen, über Keramik bis hin zu einer Vielzahl von Kunststoffen, hier sind kaum noch Grenzen gesetzt.

Nicht nur die Industrie hat Gefallen an den praktischen Druckern gefunden, eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten, wie beispielsweise die Medizin nutzen den 3D-Druck für ihre Zwecke. Der ursprüngliche Zwecke der Prototyp Herstellung findet heute ebenso statt, wie z.B. Werkzeugeinsätze. Beinah täglich werden neue Materialen und Anwendungsgebiete entdeckt und die Einsatzmöglichkeiten dadurch stetig vergrößert.

So funktioniert ein 3D-Drucker

Mit Hilfe eines 3D-Druckers werden neue Gegenstände von Null auf erschaffen. Diesen Vorgang nennt man additives Herstellungsverfahren. Dieser Gegenstand wird vorher auf dem Computer als 3D-Modell erstellt und anschließend Schicht für Schicht erstellt. Der Druckvorgang erfolgt durch das Zusammenführen der Schichten. Nach jeder Schicht senkt sich das Modell ein Stück ab, so das Millimeter für Millimeter das Bauteil entsteht. Ist die letzte Schicht erreicht wird der Vorgang beendet und das fertige Bauteil kann aus dem Drucker entnommen werden.

Anwendungsgebiete im Überblick

Wie schon gewinnt der 3D-Druck mehr und mehr Gebiete für sich. Hier ist ein kleiner Auszug aus den möglichen Einsatzgebieten:

  • Werkzeugbau
  • Serienfertigung
  • Prototypenbau
  • Urmodelle

Der Werkzeugbau

Vorteil des Einsatzes von 3D-Druckern im Werkzeugbau sind zum einen das um bis zu 75% reduzierte Gewicht und auf der anderen Seite die geringeren Kosten der Herstellung. Ein Beispiel hierfür ist die Herstellung von Spritzgussbauteilen.

Die Serienfertigung

Hierfür werden verschiedene Werkstoffe benötigt und kombiniert. Somit kann der Härtegrat des Bauteils bestimmt werden, von hart bis hin zu gummiartig. Hierbei muss der Druckvorgang nicht unterbrochen werden, sondern kann in Einem durchgeführt werden.

Der Prototypenbau

Gehäuseteile oder auch innovative Bauteile lassen sich mit einem 3D-Drucker hervorragend herstellen. Diese Prototypen sind lackier- und einfärbbar und somit in so gut wie jedem Bereich einsetzbar. In der Industrie müssen Teile nicht nur immer flexibler und leichter werden, sie weisen unter Umständen auch herausfordernde Strukturen auf.

Die Urmodelle

Formeinsätze für kleine Bauteile können mit dem 3D-Druck Verfahren ebenfalls hergestellt werden. Diese Formen können anschließend dafür genutzt werden, Bauteile in Serie zu produzieren. Hierbei können selbst filigranste Formen und Konturen abgebildet werden.