Kunstdarm – ein Produkt der Lebenmittelindustrie

Kunstdärme sind künstlich hergestellte Hüllen für Wurst und werden in der Nahrungsmittelproduktion eingesetzt. Sie dienen dazu, der Wurst ihre Form zu verleihen, ebenso wie Naturdärme. Ist die Wurst in den Darm gefüllt wird sie anschließend gebrüht, geräuchert oder auch getrocknet. Außerdem ist es möglich, die Wurst mit einem Muster oder auch Logo zu bedrucken.

Welche Arten von Kunstdärmen gibt es?

Kunstdarm ist nicht gleich Kunstdarm, je nach Anwendungsgebiet wird hier im Einsatz der Materialien unterschieden.

Kunststoffdärme

Kunststoffdärme werden auch Kunststoffhüllen genant und sind nicht essbar. Gerade bei Brühwurst oder anderen eher dickeren Wurstsorten kommen sie zum Einsatz. Sie wird gerne eingesetzt, da Bakterien und auch Sauerstoff keine Chance haben, an die Wurst zu gelangen. Somit ist die Wurst länger haltbar und verdirbt nicht so leicht. Seit den 1990er Jahren wird deshalb verstärkt auf diesen Darm gesetzt. Ein weiterer Vorteil ist, dass kein Gewicht beim Brühen verloren wird.

Kollagendärme

Die Kunstdärme wurden im Jahr 1925 in Hamburg erfunden. Es dauerte jedoch fast 40 Jahre bis das erste essbare Exemplar auf dem Markt erschien.

Wurstdärme aus Kollagen werden auch Leimleder genannt und sind eigentlich ein Nebenprodukt aus der Lebensmittelproduktion. Sie sind essbar und sind von ihren Eigenschaften her dem Naturdarm sehr nah. Denn sie sind sehr flexibel, transparent und geruchlos. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie beim Brühen oder Kochen schnell den Geschmack der Wurst annehmen, was sie bei vielen Kunden beliebt macht.

Bratwürste, Brühwürstchen oder auch Rohwürste werden meist in Kollagendärme gefüllt. Nach dem Grillen oder Kochen ist die Wurst lecker knackig.

Fasergerüstdärme

Diese Art von Darm zählt zu den nicht essbaren und lässt stark Wasser durch. Dies ist praktisch, bei der Trocknung von Fleisch. Aus diesem Grund wird der Fasergerüstdärme für die meisten Salamisorten benutzt. Während des Trocknungsprozesses kann so das überschüssige Wasser aus der Wurst nach außen gelangen und die Wurst trocknet Stück für Stück. Ein weiterer Vorteil ist, dass beim Räuchern der Darm mit schrumpft und sich der Wurst anpasst. Das Auge isst schließlich mit und so entstehen keine unschönen Falten.

Vor- und Nachteile des Kunstdarms

Im Vergleich sind Kunstdärme oft billiger als Naturdärme, in der Handhabung sind Sie ebenfalls einfacher. Hinzu kommt, dass sie sich sehr lange lagern und nach Bedarf bedrucken lassen. Hauptnachteil ist jedoch, dass die meisten Därme nicht essbar sind und bei vielen Kunden ein eher schlechten Image haben. Oft wird in der Wurstproduktion deshalb zu Naturdärmen gegriffen.

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