Luftfeuchtigkeit im Büro – auf ein gutes Raumklima achten

Während der Arbeitszeit laufen unsere grauen Zellen auf Hochtouren. Kein Wunder, dass von Zeit zu Zeit dringend ein paar Pausen notwendig sind, da sich Ermüdung, Erschöpfung und auch Kopfschmerzen breitmachen. Wenn gleichzeitig im Büro die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist (häufig aufgrund von Heizungsluft), sorgt das zusätzlich für gesundheitliche Probleme. Wie die aktuelle Luftfeuchtigkeit gemessen und verändert werden kann und was eine optimale Raumluftfeuchte ausmacht, erklärt dieser Artikel.

Warum die Luftfeuchtigkeit nicht zu niedrig sein sollte

Leiden wir im Büro unter Erschöpfungserscheinungen, so gehen wir sofort davon aus, dass wir schlichtweg zu wenig Pausen gemacht haben. Alternativ wird dieser Zustand auch auf zu wenig Schlaf oder eine sich anbahnende Erkältung geschoben. Nur wenige Arbeitnehmer oder Selbstständige wissen, dass diese Symptome auch von einer zu niedrigen Luftfeuchtigkeit im Büro herrühren können.

Ist die Feuchtigkeit in der Luft trocken, so trocknen auch gleichzeitig unsere Atemwege aus. Das wiederum

  • strapaziert die Bronchien,
  • Erkältungen werden wahrscheinlicher,
  • Erschöpfung,
  • Kopfschmerzen
  • und weitere, gesundheitliche Probleme

können sich ebenfalls bemerkbar machen.

Wie die Luftfeuchtigkeit gemessen wird

Unscheinbare, kleine Geräte helfen, die Luftfeuchtigkeit in Räumen zu messen. Bekannt sind sie als Feuchtigkeitsmesser bzw. Hygrometer (oder Hygro-Thermometer). Sie messen sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit im Inneren – zumindest sind das die primären Funktionen der kleinen Helfer, die oft nur ein paar Zentimeter groß sind.

Schon für unter zehn Euro gibt es die ersten Hygrometer, die ohne Einstellungen und Schnick-Schnack Temperatur und Luftfeuchtigkeit messen. Das Gerät lässt sich dabei auch in verschiedenen Räumen einsetzen, denn nicht nur im Büro ist es wichtig, die Luftfeuchtigkeit zu kennen, sondern auch in allen anderen Räumlichkeiten.

Die optimale Luftfeuchtigkeit – die wichtigsten Werte

Um ein Hygrometer lesen zu können, ist keine Wissenschaft notwendig. Stattdessen gibt es einen Richtwert sowie entsprechende Werte darunter oder darüber.

  • Optimale Luftfeuchtigkeit: liegt zwischen 40 und 60 Prozent
  • Zu hohe Luftfeuchtigkeit ab 60 Prozent aufwärts
  • Zu niedrige Luftfeuchtigkeit ab 40 Prozent abwärts

Wichtig: Nicht für jeden Raum gelten die gleichen Maßstäbe. Die genannten Werte sind Standard-Werte, sodass Anwender davon ausgehen können, dass eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent als optimal einzustufen ist. Im Badezimmer, in der Küche und auch oft in Kellerräumen ist die Luftfeuchtigkeit allerdings oftmals erhöht, sodass hier auch Werte von 60 oder 65 erreicht werden können.

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit regulieren

Wenn die Luftfeuchtigkeit längere Zeit über 60 Prozent liegt (das gilt auch für Bad, Küche und Keller), sollte ein Raumluftentfeuchter zum Einsatz kommen, der der Luft die Feuchtigkeit entzieht bzw. das Raumklima auf ein optimales Maß regelt. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit tritt vor allem im Sommer auf, wenn die Fenster häufig stundenlang geöffnet sind (statt Stoßlüften am Morgen und Abend) und dadurch die Raumfeuchte massiv in die Höhe steigt.

In diesem Fall ist zwar keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu erwarten, aber das Risiko für Schimmelbildung steigt (wodurch schlussendlich doch noch ein Gesundheitsrisiko resultiert). Um Schimmel in der Wohnung oder im Büro zu vermeiden, sollte daher unbedingt darauf geachtet werden, dass nicht zu lange eine zu hohe Luftfeuchtigkeit besteht.

Eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit regulieren

Ist dagegen zu wenig Feuchtigkeit in der Luft vorhanden, so fühlen sich unsere Atemwege trocken an – es kommt zu Kopfschmerzen und auch Ermüdungserscheinungen sind die Folge. Viren und Bakterien haben außerdem freie Bahn und das Risiko für Infektionen steigt.

Häufig ist die Luft im Winter sehr trocken, was bedeutet, dass hier ein Luftbefeuchter (der die Raumfeuchte anhebt) eingesetzt werden sollte. Oftmals leiden wir an unserer üblichen „Wintererkältung“, die aber in vielen Fällen gar nicht von draußen ausgelöst wird bzw. von Kollegen und Co., sondern stattdessen von einer trockenen Heizungsluft und den damit verbundenen Folgen.